20C3 Tagebuch

Mein persönlicher Fahrplan (Planung)

von - bis was wo
27. Dezember 2003
13:00 - 14:00 Uhr 560 Software-Patente - Es ist noch nicht vorbei Saal 1
13:00 - 15:00 Uhr 599 Soziale Software - Trolls, Karma, Freedom of Speech und vernetzte Gruppe Saal 3
15:00 - 17:00 Uhr 613 Firewalls Haecksen
20:00 - 21:00 Uhr 633 Fnord-Jahresrückschau, oder: was die Tagesschau euch nicht gesagt hat. Saal 1
21:00 - 22:00 Uhr 581 Chaos-Jahresrückblick 2003 Saal 1
28. Dezember 2003
10:00 - 11:00 Uhr 575 Das neue Urheberrecht und die gesellschaftlichen Folgen Saal 3
10:00 - 13:00 Uhr 616 Presseworkshop (women only) Haecksen
15:00 - 17:00 Uhr 590 Bürgernetze - Spielball von Staats- und Wirtschaftsinteressen oder Machtfaktor? Workshop
22:00 - 23:00 Uhr 583 Hacktivity Saal 1
29. Dezember 2003
10:00 - 11:00 Uhr 562 Psychologische Aspekte von Computersicherheit in Organisationen Saal 3
12:00 - 13:00 Uhr 536 Buchvorstellung: Krieg und Internet - Ausweg aus der Propaganda? Saal 3
15:00 - 17:00 Uhr 609 Security Nightmares IV – Worüber wir nächstes Jahr lachen werden Saal 1
17:00 - 19:00 Uhr 611 Hacker-Jeopardy Saal 1
19:00 - 20:00 Uhr 610 Abschlussveranstaltung Saal 1

Tagebuch

26. Dezember

22:37 Uhr

Was ein Chaos. Gestern die Zugfahrt war schon schlimm mit dem PC in dem großen Brötchenkorb; den Muskelkater habe ich immer noch. Dann geht hier das Organisationschaos grad weiter. Natürlich habe ich – bis jetzt – keinen Bildschirm bekommen. Ich schreibe im Moment von einem ausgeliehenen Mac-Notebook mit amerikanischer Tastaturbelegung aus, den ich auf die seerose per ssh eingeloggt habe.

Heute nachmittag habe ich mich in den Eingangsbereich gestellt, um auf Alex zu warten. Ich hab ihn dann erst mal in den Engelraum gebracht, wo wir ein wenig geredet haben, dann wollten wir eigentlich nur einen Kaffee trinken gehen. Sarah hat sich dann dafür entschieden, mitzukommen, und schließlich sind wir in einem Bistro drüben am Alexanderplatz gelandet, wo wir dann doch richtig warm gegessen haben.

Nach dem Essen sind wir zurück in den Engelraum und wollten seinen Notebook, den er nun doch dabei hat, unter Debian Linux Woody einrichten. Die meiste Zeit haben wir aber dann damit verbraten, seine sehr eigenartig partitionierte Festplatte zu bändigen. Er meinte, eine fehlgeschlagene Red-Hat-Installation habe ihm die so zerschossen, bestand aber darauf, die Gesamtinstallation (WinXP, SuSE Linux) beizubehalten. Ich wäre eher für eine komplette Neupartitionierung gewesen, aber er wollte ja nicht. Also hat es halt länger gedauert.

Was die Orga angeht, bin ich ganz schön sauer!

27. Dezember

03:24 Uhr

Alex kam pünktlich zum Ende meiner Kassenschicht von einem Besuch zurück. Danach haben wir uns nochmal mit der Debian-Installation befaßt bzw. mit der Frage, wie wir das vorher installierte SuSE-Linux auch wieder booten können. Das Problem hat schließlich ein lilo-erfahrener Engel gelöst.

Und jetzt habe ich zumindest für diese Nacht auch einen Monitor vom Chaosdorf bekommen, einen einfachen 14-Zöller. Bevor ich in die nächste Kassenschicht um 9 Uhr gehe, muß ich den aber wieder zurück stellen. Alex ist gegangen, er will sich für ein paar Stunden hinlegen und dann um 10 die Eröffnungsveranstaltung besuchen.

06:20 Uhr

Im Engelraum wird es immer kühler, die haben die Klimaanlage runtergedreht. Vorher war es zu warm, jetzt ist es zu kalt :-/

Ich HTMLisiere einige Dateien aus dem alten Crosspoint, bis um 9 meine nächste Kassenschicht beginnt. Diesmal nehme ich mir allerdings meine Decke mit, da unten ist es nämlich noch kälter als hier. – In dieser Zeit müßte auch Alex wieder kommen. Heute Nachmittag wollen wir an einen Kernelbau auf seinem Notebook gehen, das er hier im Engelraum gelassen hat.

28. Dezember

11:18 Uhr

Wieder einen Monitor ergattert, diesmal ein 14"-Servermonitor. Zumindest heute über den Tag bin ich damit versorgt.

Danach haben wir uns mit dem Kernelbau auf Alex' Notebook versucht. menuconfig für den 2.4er-Kernel hat eine Menge Neuerungen, da mußte ich selbst oft erst mal die Hilfe lesen, um zu wissen, ob eine Option für das Gerät sinnvoll ist oder nicht. Als wir schließlich durch waren, gab es ganz zum Schluss des Compilerlaufs einen Fehler, und ich war dann zu müde, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die fehlende Nacht hing mir da schon heftig nach.

Diese Nacht war ich wieder bei Ina in Köpenick. Ich hab jetzt auch eine Wochenkarte. Bei Ina im Regal habe ich „Nell“ gefunden und mußte das „natürlich“ unbedingt noch lesen, bevor ich schlafen ging, sonst hätte ich nicht 6, sondern sogar 8 Stunden Schlaf abgekriegt.

Nun komme ich eben aus einem interessanten Vortrag eines Rechtsanwalts über das neue Urheberrecht, der leider von der Orga von zwei Stunden auf eine Stunde zusammengekürzt worden war. Veranstalter des Vortrags war die Wau-Holland-Stiftung, und ich hab danach noch mit Ursel (von der Stiftung) gesprochen. Eigentlich wollten sie zwei Stunden für den Vortrag plus noch eine Stunde für Diskussionen, und es wäre bestimmt nicht langweilig geworden. Der Saal war voll gewesen, und es standen noch Leute am Rand. Da der Referent aber heute Abend schon wieder abreisen muß, ist auch keine Zusatzveranstaltung möglich.

Während Alex jetzt in einem anderen Vortrag sitzt, kann ich noch ein wenig Nervositätsbekämpfung betreiben. Unser eigener Vortrag ist um 17:00 Uhr im Saal 3, da passen so 200 Leute rein, und er hat vor allem keine hochgesetzte Bühne. Da hatten wir nämlich schon Sorge, daß Alex nicht auf diese hohen Bühnen raufkommt. – Heute nachmittag gibt es außerdem einen Workshop zum Thema Hackerethik, den wollen wir zusammen besuchen.