Ich will Point werden.

Was brauche ich?

Nicht viel: einen Computer mit einem Modem (oder einer ISDN-Karte). Was Du noch brauchst, sind zum einen ein Pointprogramm und zum anderen die Nummer einer Mailbox. Falls Du eine ISDN-Karte statt eines analogen Modems benutzt, sollte die gewählte Mailbox natürlich auch ISDN beherrschen, sonst ist keine Verbindung möglich.

Pointprogramme gibt es, wie bereits erwähnt, für die meisten Rechner- und Betriebssystemplattformen:

PCs unter DOS/Windows oder Linux: Crosspoint
Crosspoint von Peter Mandrella ist eigentlich ein DOS-Programm. Es arbeitet jedoch auch im DOS-Modus von Windows 95 und Windows NT (DOS-Fenster empfiehlt sich weniger), in der DOS-Box (VDM) von OS/2 und im dosemu unter Linux (nicht immer mit ISDN; serielle Schnittstelle wird auch nicht immer gefunden). Crosspoint verfügt über einen Janus-, einen Fido-, einen Maus- und einen UUCP-Mailer. Außerdem sind ein Editor und ein Z-Modem integriert. Zusätzlich benötigt wird mindestens ein Packer/Entpacker. Crosspoint ist etwas gewöhnungsbedürftig in der Bedienung, bietet aber viele mächtige Werkzeuge; insbesondere gibt es eine besondere Blindenunterstützung.
Die „alte“ Version 3.12d liegt unter www.crosspoint.de, Weiterentwicklungen von anderen Autoren sind zu finden bei OpenXP und bei XP2.
PCs unter Linux: LXPoint
LXPoint ist ein reines Fido-Point-Programm. Mehr habe ich bislang darüber nicht in Erfahrung gebracht.
Amiga: MicroDot
Der MicroDot sollte auf allen Amiga-Typen funktionieren. Er verfügt mindestens über einen Janus- und einen Fido-Mailer. Weitere Aussagen sind mir mangels Amiga-Benutzung leider nicht möglich. – Als Packer/Entpacker empfiehlt sich LHarc, denn einen Zip/Unzip für Amiga scheint es nicht zu geben.
Atari ST/STe/TT/Falcon: The_Dot
Der Dot wird zur Zeit von Franz Iberl weiterentwickelt (wird er das wirklich?), nachdem die Entwicklung seit 1994 praktisch stehengeblieben war. Es handelte sich dabei ursprünglich um ein Pointprogramm von Jochen Herz für das mittlerweile veraltete MagicNet-Format, das für Janus/ZConnect „umgestrickt“ wurde. Die aktuelle Version 2.50ß verfügt außerdem über einen MagicNet- und einen Janus-Mailer, einen Maus-Mailer und über einen Offline-Reader für Fido (das ist kein ganz „echtes“ Pointsystem). Ein Editor ist integriert, aber sehr beliebt ist er nicht; die meisten Benutzer greifen auf externe Editoren wie zum Beispiel Everest zurück. Als Übertragungsprotokoll wird von den meisten Benutzern GSZRZ verwendet. Als Packer empfiehlt sich LHarc, denn ST-Zip ist zum PkZip für PC nicht 100%ig kompatibel, bei Binärnachrichten gibt es regelmäßig Probleme. – Der Dot ist für Anfänger gut geeignet, weil einfach bedienbar; er eignet sich aber (noch) nicht für die Verarbeitung größerer Datenmengen und, da einige wichtige Features fehlen, erst recht nicht für Sysops (Mailboxbetreiber).
Apple Macintosh: Natascha
Natascha ist ZConnect-fähig, mehr weiß ich darüber nicht. – Es gibt hier noch den Hyperbriefkasten; dieses Programm setzt allerdings eine Mailbox mit Online-Teil voraus, denn dabei handelt es sich um einen Offline-Reader, einen Programmtyp, der etwas anders als ein Point arbeitet und längere Online-Zeiten erfordert.

Für den Datenaustausch mit Fido-kompatiblen oder Maus-Systemen gibt es jeweils weitere Programme, auf die ich hier mangels Wissen nicht näher eingehen kann. Über Infos freue ich mich und baue sie dann hier auch gern ein.