Fotografie BILD: Fotoapparat

Froschs Kamera-History

Zeitraum Kamera
1978 bis 1984 zeitweise einfache Kleinbildkamera
Objektiv: 45 mm Brennweite, Lichtstärke 1:1,2
3/1982 bis 8/1986 Kodak Ektra 110
Objektiv: 28 mm
Blitzgerät: Blitzwürfel, später Kodak
seit 8/1986 Revue AC4SP
Objektive: 28 bis 70 mm Zoom; 70 bis 210 mm Zoom
Blitzgeräte: Revue T40s, zeitweise auch diverse andere, insbesondere Metz
seit 7/2001 Canon EOS 650 (von 1989)
Objektive: 35 bis 70 mm Zoom; 70 bis 200 mm Zoom
Blitzgeräte: Canon, zeitweise auch diverse andere

BILD: Filmkapsel

Nachdem ich vorher schon intensives Interesse daran gezeigt hatte, schenkten mir Verwandte 1982 eine Pocket-Kamera. Ab da ging der weitaus größte Teil meines Taschengeldes für Filme und Entwicklung drauf. Meine ersten Motive waren die Kinder aus meiner Nachbarschaft sowie der Herzogenried- und der Luisenpark in Mannheim. In Innenräumen war ich zunächst ziemlich eingeschränkt aktiv, denn ich hatte kein Blitzgerät, sondern benutzte die recht teuren Pocket-Blitzwürfel, die dann auch noch oft genug nicht funktionierten. Von einem 8er-Satz Blitzlampen ging regelmäßig mindestens eine nicht los.

Erst ein halbes Jahr später bekam ich ein Blitzgerät dazu, sodass ich bald zum Schrecken aller Familienfeste wurde ;-) Nein, ganz so schlimm war es natürlich nicht. Im Gegenteil: Es ist erstaunlich, was für gute Bilder man mit so einem kleinen Teil machen kann. Allerdings gilt die Aussage „Was man sehen kann, kann man auch fotografieren“ bei diesen kleinen Kameras leider nicht, denn zum einen fehlten Makro und Zoom, und zum anderen war die Lichtstärke des Objektivs nicht gerade berauschend. Aber zum Üben war sie hervorragend geeignet.

Nachdem ich mein Konto ein gutes Jahr lang mit dem Austragen von Werbeprospekten für eine Supermarktkette gewaltig aufgebessert hatte, leistete ich mir 1985 eine Spiegelreflexkamera, eine Revue AC4SP. Von Anfang an hatte ich ein Zoom-Objektiv drauf (35 bis 70 mm Brennweite), und einige Zeit später kam noch ein weiteres dazu (70 bis 210 mm Brennweite). Aus Kostengründen stellte ich größtenteils auf Dias um.

Seitdem habe ich bei Ausflügen und in Urlauben ganze Serien an Bildern geknipst und dabei einen Fotoreportage-ähnlichen Stil entwickelt. In einer Woche an einem fremden Ort gehen normalerweise drei bis vier Filme (mit jeweils 36 Aufnahmen) pro Tag drauf. Danach ist das große Schneiden und Rahmen angesagt, denn das mache ich schon immer grundsätzlich selbst.

Dabei versuche ich, aus einer Diaserie „mehr“ zu machen, indem ich Land- und Straßenkarten abfotografiere, Zwischentitel fertige und passende Musik heraussuche. Denn nichts ist schlimmer als eine Dia-Show, bei der sich die Leute langweilen. Natürlich fliegen deshalb alle Bilder, die technisch nicht einwandfrei sind (zu hell, zu dunkel, abgerutscht oder verwackelt etc.) grundsätzlich raus, denn solche Bilder will niemand sehen.

Etwa 1993 fertigte ich für den Gemeinderatswahlkampf der Jusos Mannheim einige Dias, die dann in Mannheimer Kinos im Werbeblock gezeigt wurden. Zunächst fotografierte ich die KandidatInnen in einer schönen Umgebung – am Mannheimer Wasserturm, dessen Umfeld für Personenfotografie übrigens sehr geeignet ist und gern genutzt wird. Dann erstellte ich Textausdrucke, die jeweils von Position und Verhältnis her in die hellen Bereiche (meist Himmel) der Dias hinein passten, und fotografierte diese ebenfalls ab. Nach der Entwicklung packte ich die Textdias mit den Bildern zusammen in jeweils ein Rähmchen und ließ davon Kopien anfertigen. Ich schaffte es zu dieser Zeit selbst leider nicht in eines der Kinos, aber die Bilder sollen laut Berichten von „Augenzeugen“ sehr gut angekommen sein.

In letzter Zeit habe ich mich auf verschiedene Motiv-Arten konzentriert. In 1998/99 waren es hauptsächlich Blumen bzw. Blüten, und einmal konnte ich sogar eine aufgeblühte „Königin der Nacht“ fotografieren. Seit Herbst 2000 beschäftige ich mich mit nächtlichen Langzeitbelichtungen (mit Stativ). Außerdem habe ich Wolken als interessantes Motiv entdeckt.

Hier gibt es ein paar Fotoserien von mir.